Für viele Menschen ist Entscheidungsfreiheit wichtig. Denn im Laufe der Beziehung zwischen Pferd und Mensch, die idealerweise ein ganzes Leben dauert, wird die Herausforderung kommen, mit dem Pferd das Nahe Umfeld des Stalls zu verlassen.

Zum Transport wird dann meist als Lösung ein Pferdehänger gewählt. Eine für Mensch und Tier erstmal unbekannte Situation, an der im Vorfeld gearbeitet werden muss, denn Pferde sind Fluchttiere und ein unbekannter Ort, der auch noch geschlossen ist, führt bei den meisten Pferden zu einer entsprechend natürlichen Situation.

Damit diese Situation sowohl für den Menschen als auch für das Tier nicht eskaliert, ist ein entsprechendes Training im Vorfeld nicht nur sinnvoll, sondern sogar notwendig. Denn klappt das Verladen nicht auf Anhieb, entsteht nicht nur beim Tier Stress, sondern auch beim Menschen und im schlimmsten Fall potenziert sich dieser Stress zu einem Teufelskreis. Sollte dann ein Notfall eintreten und das Pferd muss mit dem Hänger zum Arzt gebracht werden, ist aber nicht bereit in das Transportmittel zu steigen, muss oft zu nicht natürlichen Methoden gegriffen werden.

Um nicht in genau so eine Situation zu kommen, gebe ich mein Wissen im Verladetraining / Hängertraining gerne weiter. Dabei wird nicht nur auf das Heranführen an den Hänger geachtet, sondern auch auf die Situation des Schließens der Türe, auf das eigentliche Fahren, das Fahrverhalten des Menschen und die Auswirkung auf das Tier sowie die ganze Psychologie dahinter. Durch ein aktives Bewusstmachen, was in dieser doch ungewohnten Situation für Abläufe passieren, wird das Transportieren mit einem Hänger für beide Seiten eine entspannte und erfolgreiche Gegebenheit auf dem Weg zu mehr Freiheit für Mensch und Tier.